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AEO: Wie deine Website in die Antworten von ChatGPT kommt

Suchmaschinenoptimierung bringt dich auf eine Liste. Answer Engine Optimization bringt dich in eine Antwort. Der Unterschied ist keine Nuance, sondern ein anderer Platz auf dem Bildschirm, und er entscheidet gerade neu, wer gefunden wird.

6 Minuten Lesezeit

FrageGewichtWas ein Modell suchtHäufigster Fehler
Was bietet ihr an?20 %Ein Substantiv, das man bestellen kann„Wir begleiten Unternehmen“
Für wen ist es?20 %Eine benannte, eingegrenzte Gruppe„Für alle, die weiterkommen wollen“
Was unterscheidet euch?20 %Eine Aussage, die beim Wettbewerb falsch wäre„Hohe Qualität, faire Preise“
Was kostet es?15 %Ab-Preis, Spanne oder Beispielrechnung„Auf Anfrage“
Wie erreicht man euch?15 %Mail und Telefon als Text auf der SeiteNur ein Formular
Wo sitzt ihr?10 %Ort und Einzugsgebiet im FließtextNur im Impressum

Wer heute eine Kaufentscheidung vorbereitet, tippt seine Frage immer öfter in ChatGPT, Claude oder Perplexity statt in ein Suchfeld. Zurück kommen keine zehn blauen Links, sondern ein Absatz mit zwei oder drei genannten Quellen. Auf dieser einen Bildschirmseite gibt es keine Plätze vier bis zehn. Entweder du stehst darin, oder du kommst nicht vor.

Das ist die ganze Aufgabe von AEO: nicht besser gelistet werden, sondern zitierfähig sein.

Warum ein Modell überhaupt zitiert

Ein Assistent mit Websuche macht zwei Dinge nacheinander. Zuerst sucht er, meist über eine klassische Suchmaschine, und holt sich eine Handvoll Seiten. Danach liest er diese Seiten und baut daraus eine Antwort, in der er einzelne Aussagen belegt.

Für den zweiten Schritt braucht er Absätze, die für sich allein tragen. Ein Satz, der mit „wie oben beschrieben“ beginnt, fällt heraus, weil das Modell den Rest der Seite in der Antwort nicht mitliefern kann. Genauso fällt heraus, was auf jeden Anbieter passt. Wenn drei Websites dasselbe sagen, nennt das Modell den, über den es sonst noch etwas weiß.

Daraus folgt eine unbequeme Regel: Zitiert wird, was überprüfbar und einzigartig ist. Eine Zahl, ein Verfahren, eine Einschränkung, ein Ort. Alles, was ein Werbetexter für Klang eingebaut hat, ist für diesen Zweck Leerlauf.

Die sechs Fragen, an denen es hängt

Wir haben aus hunderten geprüften Seiten sechs Fragen destilliert, die ein Interessent vor jedem Kauf stellt und die ein Modell entsprechend beantworten können muss. Sie stehen oben in der Tabelle, mit dem Gewicht, das wir ihnen geben. Drei davon lohnen eine genauere Betrachtung.

Was bietet ihr an

Die erste Frage und die, an der die meisten Seiten scheitern. „Wir begleiten Unternehmen auf ihrem Weg in die Zukunft“ ist keine Antwort, weil sie auf jedes Unternehmen passt. Ein Modell kann daraus keine Zuordnung bauen und nimmt lieber jemanden, bei dem es sicher ist.

Die Gegenprobe ist einfach: Steht in deinem ersten Absatz ein Substantiv, das man bestellen kann? „Wir bauen Holztreppen für Altbauten in Köln“ trägt weiter als jeder Satz mit dem Wort Lösung.

Was unterscheidet euch

Die teuerste Lücke. Der Unterschied ist der einzige Grund, warum ein Modell dich statt der anderen nennt. Und er muss so formuliert sein, dass er beim Wettbewerber falsch wäre.

„Wir nehmen keine Aufträge unter zwanzig Quadratmetern“ ist ein Unterschied. „Hohe Qualität“ ist keiner, weil das niemand von sich bestreitet. Der Test dafür dauert zehn Sekunden: Könnte dein direkter Wettbewerber den Satz wörtlich übernehmen, ohne zu lügen? Dann ist es kein Unterschied.

Was kostet es

Auf den meisten Dienstleisterseiten steht kein Preis. Das kostet doppelt. Der Interessent springt ab, weil er die Größenordnung nicht einschätzen kann, und das Modell kann eine Preisfrage nicht mit dir beantworten. Auf „Was kostet X in Hamburg?“ antwortet es dann mit den beiden Anbietern, die eine Zahl genannt haben.

Drei Formen binden dich nicht und reichen völlig: ein Ab-Preis, eine Spanne oder eine Beispielrechnung. „Eine Küche liegt bei uns meist zwischen 12.000 und 20.000 Euro“ ist eine Antwort.

Die technische Hälfte: kommt das Modell überhaupt an den Text

Alles oben ist umsonst, wenn der Assistent den Inhalt nicht lesen kann. Dafür gibt es sechs Messungen, die sich in einer Viertelstunde prüfen lassen.

KI-Crawler in der robots.txt. Geprüft werden GPTBot und OAI-SearchBot von OpenAI, ClaudeBot und anthropic-ai, PerplexityBot, dazu Google-Extended. Gesperrt wird das meistens versehentlich, geerbt aus einer Vorlage oder gesetzt von einem Plugin. Wichtig zu wissen: Google-Extended steuert nur, ob deine Inhalte in das Training von Gemini einfließen, nicht dein Ranking in der normalen Google-Suche. Wer es sperrt, verliert kein Ranking, aber Sichtbarkeit in der Antwort.

Inhalt im ausgelieferten HTML. Der Text muss schon in dem HTML stehen, das der Server schickt. Baut ihn erst der Browser aus JavaScript zusammen, sieht ein Teil der Modelle eine leere Seite. Manche Crawler führen JavaScript aus, viele tun es nicht, und keiner garantiert es. Unter etwa sechzig Wörtern im Rohtext ist eine Seite ein leerer Rahmen.

Strukturierte Daten. Ein Organization-Block mit Anschrift und Kontakt gibt dieselbe Angabe noch einmal in eindeutiger Form. Das wirkt besonders dort, wo Fließtext mehrdeutig ist, etwa bei Öffnungszeiten und Preisen. Ein FAQPage-Block hilft, weil Frage und Antwort schon getrennt sind, also genau in der Form vorliegen, in der ein Modell zitiert. Er hilft nicht, wenn die Fragen erfunden sind, um Stichwörter unterzubringen.

llms.txt. Eine Markdown-Datei im Wurzelverzeichnis, die in wenigen Zeilen sagt, worum es auf der Website geht und welche Seiten wichtig sind. Sie ersetzt keinen guten Text, aber sie hilft beim Einordnen. Wie du sie aufbaust, steht im Leitfaden zur llms.txt.

Die Ausweichwörter

Beim Lesen fremder Websites fällt eine Wortgruppe immer wieder auf, die höflich klingt und Information vernichtet: individuell, maßgeschneidert, ganzheitlich, auf Anfrage, passend zu deinen Bedürfnissen.

Diese Wörter sind keine Fehler. Sie stehen nur genau an der Stelle, an der eine Zahl, ein Name oder eine Einschränkung stehen könnte. Wo eines auftaucht, endet für ein Modell die Information, und für den Leser meistens auch.

Der Umbau ist unspektakulär. Aus „individuelle Beratung für Ihre Bedürfnisse“ wird „Erstgespräch von 45 Minuten, kostenlos, danach ein schriftliches Angebot innerhalb von drei Werktagen“. Derselbe Platz, zwei überprüfbare Aussagen mehr.

Was AEO nicht ist

Es ist kein Trick und kein Schema-Markup-Wettbewerb. Wer strukturierte Daten für Aussagen setzt, die im Text nicht stehen, erzeugt einen Widerspruch, und Modelle bestrafen Widersprüche härter als Lücken.

Es ist auch keine Textmenge. Eine Seite mit 400 Wörtern, die sechs Fragen beantwortet, wird häufiger zitiert als eine mit 3.000, die um sie herumredet.

Und es ist nichts, was man einmal macht. Jede neue Leistung, jeder neue Standort, jede Preisänderung ist eine Aussage, die auf der Seite stehen sollte, bevor jemand danach fragt.

Die Reihenfolge, die sich bewährt hat

  1. Messen. Prüfe zuerst, ob ein Modell überhaupt an deinen Text kommt. Der AEO-Check macht beide Hälften in etwa zwanzig Sekunden und trennt sie ausdrücklich: Sichtbarkeit und Beantwortbarkeit werden nie zu einer Zahl verrechnet, weil die Gegenmaßnahmen nichts miteinander zu tun haben.
  2. Die drei schwersten Lücken schließen. Angebot, Zielgruppe, Unterschied. Zusammen sind das sechzig Prozent des Gewichts.
  3. Preis und Kontakt nachziehen. Eine Spanne und eine Mailadresse als Text, nicht als Bild.
  4. Strukturierte Daten setzen, aber nur für das, was im Text auch steht.
  5. llms.txt anlegen und im Wurzelverzeichnis ablegen.
  6. Nachmessen und die Assistenten selbst fragen.

Was das mit einem Template zu tun hat

In einer fertig gebauten Website lässt sich all das vorher entscheiden. Unsere AI Website Templates tragen die sechs Antworten in der Textstruktur, bringen die strukturierten Daten mit und liefern eine llms.txt im Paket. Der Text ist ohne Ausweichwörter geschrieben, weil das Wissen darüber im Template liegt und die eingebauten Skills es beim Umschreiben durchhalten.

Das ist kein Ersatz für eigene Aussagen. Deinen Unterschied kennst nur du. Aber der Platz dafür ist schon da, richtig ausgezeichnet, an der Stelle, an der ein Modell ihn sucht.

Häufige Fragen

Answer Engine Optimization. Gemeint ist die Arbeit daran, dass ein Sprachmodell deine Website als Quelle für eine Antwort auswählt und dich beim Namen nennt. Die Nachbarbegriffe GEO (Generative Engine Optimization) und LLMO meinen dasselbe Feld mit anderer Betonung.

Nein, es kommt dazu. Assistenten mit Websuche greifen in aller Regel auf Suchergebnisse zu, bevor sie antworten. Wer nicht rankt, wird auch nicht zitiert. AEO entscheidet danach, ob aus dem Treffer eine Nennung wird.

Frage die Assistenten selbst, in mehreren Formulierungen, und notiere, ob und wie du genannt wirst. Dazu die Serverprotokolle nach GPTBot, ClaudeBot, PerplexityBot und OAI-SearchBot durchsehen. In der Search Console taucht dieser Verkehr nicht auf.

Sie hilft beim Einordnen, nicht beim Zitieren. Die Datei sagt einem Modell, welche Seiten wichtig sind und worum es geht. Zitiert wird trotzdem nur, was auf der Seite selbst steht. Erst der Text, dann die Datei.

Zwischen wenigen Tagen und einigen Wochen. Assistenten mit Websuche lesen deine Seite im Moment der Frage, dort wirkt eine Änderung fast sofort. Was aus dem Trainingsstand kommt, ändert sich erst mit dem nächsten Stand, und darauf hat niemand Einfluss.

Du musst keinen Festpreis nennen. Ein Ab-Preis, eine Spanne oder eine Beispielrechnung reichen und binden dich nicht. „Auf Anfrage“ dagegen liest ein Modell als fehlende Angabe und antwortet damit, was ein Interessent als teuer versteht.

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