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Website mit KI erstellen, Baukasten, ChatGPT oder Claude Code?

Eine Website mit KI zu bauen ist 2026 keine Frage mehr des Ob, sondern des Wie. Drei Wege stehen zur Wahl, und sie führen zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen. Dieser Leitfaden zeigt, welcher zu welchem Vorhaben passt.

5 Minuten Lesezeit

WegZeit bis onlineKostenWem gehört das Ergebnis
Baukasten mit KI-Assistent1 bis 2 Tage11 bis 25 € im Monat, dauerhaftDem Anbieter, du mietest
ChatGPT und Copy-Paste3 bis 10 Tage0 bis 20 € im MonatDir, aber ohne System
Claude Code mit Templatewenige Stunden89 € einmaligDir, vollständig

Die Frage ist nicht mehr, ob eine KI eine Website bauen kann. Sie kann. Die Frage ist, welcher der drei Wege zu einem Ergebnis führt, das du in zwei Jahren noch benutzen willst.

Wir bauen seit Jahren Websites, seit einiger Zeit fast ausschließlich mit KI-Werkzeugen. Dieser Leitfaden ist die Zusammenfassung dessen, was dabei funktioniert hat und was nicht.

Der erste Weg, Baukasten mit KI-Assistent

Wix, Squarespace und Hostinger haben alle einen KI-Assistenten eingebaut. Du beschreibst dein Vorhaben in ein Textfeld, und nach zwei Minuten steht eine Website.

Was gut funktioniert: Der Start. In wenigen Minuten steht etwas Vorzeigbares, mit Bildern, Texten und funktionierenden Formularen. Für viele ist das der Punkt, an dem ein Projekt überhaupt erst real wird.

Wo es endet: Der Assistent baut die erste Fassung, danach klickst du wieder von Hand. Er kann keine neue Unterseite im Stil der bestehenden anlegen, weil er die bestehenden nicht als Regelwerk versteht. Und die Website bleibt im System des Anbieters. Bei 16 Euro im Monat sind das 576 Euro in drei Jahren, ohne dass dir am Ende etwas gehört.

Passt, wenn: Du schnell sichtbar sein willst, wenig änderst und Bequemlichkeit über Besitz stellst.

Der zweite Weg, ChatGPT und Copy-Paste

Du lässt dir Code erzeugen, kopierst ihn in Dateien, lädst sie hoch. Kostenlos bis günstig.

Was gut funktioniert: Einzelne Seiten. Wenn du genau beschreibst, was du brauchst, bekommst du sauberen Code. Für eine Landingpage oder einen Einseiter ist das ein guter Weg.

Wo es endet: Bei der zweiten und dritten Seite. ChatGPT sieht deine bestehenden Dateien nicht, es sei denn, du fügst sie jedes Mal ein. Also entscheidet es bei jeder Seite neu, wie ein Knopf aussieht. Nach zehn Seiten hast du zehn Varianten desselben Knopfes und eine Website, die zusammengesetzt wirkt.

Dazu kommt der Aufwand: Jede Änderung ist ein Zyklus aus Fragen, Kopieren, Einfügen, Hochladen, Prüfen.

Passt, wenn: Du eine einzelne Seite brauchst oder technisch versiert genug bist, dir selbst ein System zu bauen.

Der dritte Weg, Claude Code mit einem Template

Claude Code ist ein KI-Werkzeug, das direkt in deinem Projektordner arbeitet. Es liest die vorhandenen Dateien, ändert sie und prüft das Ergebnis. Kein Kopieren, kein Einfügen.

Was gut funktioniert: Alles, was Kontext braucht. Weil das Werkzeug den ganzen Ordner sieht, kann eine neue Seite die bestehenden Bausteine wiederverwenden. Der Satz “Baue mir eine Seite für Einzelcoaching” führt zu einer Seite, die aussieht wie der Rest der Website.

Die Bedingung: Es muss etwas da sein, das gelesen werden kann. Ein leerer Ordner hilft nicht. Deshalb ist der entscheidende Teil dieses Wegs nicht das Werkzeug, sondern der Startpunkt.

Passt, wenn: Du eine vollständige Website willst, die du danach selbst weiterentwickelst.

Warum die Vorgabe wichtiger ist als das Modell

Das ist die Erkenntnis, die uns am meisten Zeit gekostet hat: Zwischen einem guten und einem schlechten Ergebnis liegt fast nie das Modell, sondern das, was es vorfindet.

Eine KI, die nur den Code sieht, kann ableiten, wie die Website gebaut ist. Sie kann nicht ableiten, warum. Sie sieht, dass Überschriften 32 Pixel groß sind, aber nicht, dass ein einzelnes Wort kursiv gesetzt wird und nie zwei. Sie sieht die Texte, aber nicht die Regel, dass geduzt wird und Fachbegriffe erklärt werden.

Genau diese Regeln entscheiden darüber, ob die zwanzigste Seite noch zur ersten passt. Wer mit KI baut, hat deshalb zwei Aufgaben: das Bauen und das Festhalten der Regeln. Die zweite wird gern übersehen und rächt sich spätestens beim ersten größeren Ausbau.

Die Struktur zuerst

Egal welchen Weg du wählst, dieser Teil bleibt deine Aufgabe. Lege fest, bevor du baust:

  1. Das eine Ziel. Was soll ein Besucher tun? Anrufen, Termin buchen, kaufen, schreiben. Ein Ziel, nicht vier.
  2. Die Seiten. Welche Unterseiten braucht es wirklich? Für die meisten Dienstleister sind es fünf bis acht, plus eine je Angebot.
  3. Der Ton. Duzen oder siezen, kurz oder ausführlich, nüchtern oder warm. Zwei Beispielsätze reichen als Vorgabe.
  4. Die Pflichtseiten. Impressum und Datenschutzerklärung. Beides gehört rechtlich geprüft und nicht von einer KI erfunden.

Wer diese vier Punkte vorher klärt, bekommt von jedem der drei Wege ein deutlich besseres Ergebnis. Wer sie überspringt, merkt es an Seite zehn.

Was ein Template daran ändert

Ein Template löst genau das Vorgabeproblem, wenn es mehr mitbringt als Design. Unsere Templates enthalten deshalb neben der fertigen Website eine Datei mit den Regeln, einen Wissensordner mit Zielgruppe, Textstil und SEO-Plan sowie sieben Skills, mit denen die KI weiß, wie sie Texte schreibt, Design anpasst oder Qualität prüft.

Der praktische Unterschied: Statt “baue mir eine Website für einen Coach” sagst du “baue die Seite für mein Einzelcoaching”, und das Ergebnis passt beim ersten Versuch, weil alle Regeln bereits geschrieben stehen.

Ob das den Aufwand wert ist, hängt vom Umfang ab. Für einen Einseiter ist ChatGPT völlig ausreichend. Für eine Website mit zwanzig Seiten, die du zwei Jahre lang pflegst, ist die Vorgabe der Unterschied zwischen einem System und einer Sammlung.

Kurz gefasst

Der Baukasten ist am schnellsten und auf Dauer am teuersten. ChatGPT ist am günstigsten und am mühsamsten, sobald es mehr als eine Seite wird. Claude Code mit einem vorbereiteten Template ist der Weg mit der besten Konsistenz, verlangt aber einmal den Griff zum Terminal.

Wer sehen will, wie das in der Praxis aussieht, findet in der Live-Demo eine Website, die sich per Chat umbaut, ohne Anmeldung. Wer die Zahlen nebeneinander braucht, findet sie im Vergleich der Wege, und alle fertigen Templates stehen im Marktplatz.

Häufige Fragen

Sie kann jede einzelne Seite bauen. Woran es scheitert, ist die Konsistenz über zwanzig Seiten hinweg. Ohne festgehaltene Regeln entscheidet die KI bei jeder Seite neu über Abstände, Tonfall und Aufbau, und das Ergebnis wirkt zusammengesetzt. Deshalb ist die Vorgabe wichtiger als das Modell.

Für den Baukastenweg nein. Für Claude Code brauchst du zwei Terminal-Befehle, danach sprichst du in normalem Deutsch. Programmieren können musst du nicht, aber du solltest keine Angst vor einem schwarzen Fenster haben.

Google bewertet Qualität, nicht Herkunft. Abgestraft werden dünne, austauschbare Inhalte, und die entstehen besonders leicht, wenn man eine KI ohne Vorgabe schreiben lässt. Mit klarer Struktur und echten Inhalten ist die Herkunft kein Nachteil.

Ohne Plan anzufangen. Wer erst die Startseite bauen lässt und dann überlegt, welche Unterseiten es braucht, bekommt zwanzig Seiten in zwanzig Stilen. Erst die Struktur festlegen, dann bauen.

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