Was die besten Kanzlei-Websites richtig machen (15 Muster)
Wir haben uns angesehen, was die stärksten Kanzlei-Websites gemeinsam haben, und nicht, welche am schönsten aussehen. Fünfzehn Muster, jedes in unter einer Minute an Ihrer eigenen Seite prüfbar.
Die meisten Artikel über Kanzlei-Websites zeigen fünfzehn Bildschirmfotos und nennen die hübschesten davon die besten. Das hilft aus zwei Gründen wenig. Ein Bildschirmfoto altert innerhalb von Monaten, und gut auszusehen ist etwas anderes, als Anfragen zu bringen.
Deshalb hier die andere Fassung. Fünfzehn Muster, die die stärksten Kanzlei-Websites teilen, jedes sofort an Ihrer eigenen Seite prüfbar.
Struktur
1. Eine Seite je Rechtsgebiet. Das Muster mit der größten Wirkung. Mandanten suchen nach ihrem Problem, nicht nach Ihrer Kanzlei. Eine Seite, die acht Gebiete als Aufzählung führt, konkurriert um nichts, weil eine Suchmaschine nur eine Seite ranken kann, die tatsächlich von einer Sache handelt.
2. Die Rechtsgebietsseite beginnt mit der Lage des Mandanten, nicht mit der Expertise der Kanzlei. „Sie haben eine Kündigung erhalten“ schlägt „Wir beraten im Arbeitsrecht“, weil der erste Satz dem Besucher sagt, dass er hier richtig ist.
3. Fristen stehen weit oben. Im Arbeitsrecht, Strafrecht und Migrationsrecht ist eine genannte Frist der stärkste Grund, zum Telefon zu greifen. Kanzleien, die sie unter einer Beschreibung ihres Vorgehens vergraben, verlieren die Anfrage an die Kanzlei, die damit anfängt.
4. Jede Rechtsgebietsseite endet mit einem Kontaktweg. Nicht nur die Kontaktseite. Wer auf der Seite zum Arbeitsrecht überzeugt ist, soll nirgendwohin weiterklicken müssen.
5. Ein Profil je zugelassenem Anwalt. Mit echtem Foto, Zulassungsjahr, Schwerpunkten und, wo es passt, Veröffentlichungen. Mandanten beauftragen Menschen.
Erreichbarkeit
6. Die Rufnummer ist auf dem Telefon ohne Scrollen antippbar. Das lohnt sich, jetzt gleich an Ihrer eigenen Seite zu prüfen. Ein großer Teil der Suchen nach rechtlicher Hilfe läuft über das Telefon, oft außerhalb der Bürozeiten.
7. Die Erreichbarkeit ist ehrlich angegeben. „Montag bis Freitag 8 bis 18 Uhr, in Haftsachen auch außerhalb“ schafft mehr Vertrauen als ein pauschales Versprechen ständiger Erreichbarkeit.
8. Es gibt eine genannte Antwortzeit. „Wir antworten innerhalb eines Werktags“ ist ein kleiner Satz, der eine große Unsicherheit nimmt.
9. Das Kontaktformular fragt wenig ab. Name, Kontaktweg, das Anliegen in einem Feld. Jedes weitere Pflichtfeld senkt die Zahl der abgeschickten Formulare, und ein Mensch in Not trägt kein Aktenzeichen ein.
Glaubwürdigkeit
10. Echte Fotos statt Bildagentur. Waage, Richterhammer und Säulen sind das Bild gewordene Nichtssagen. Ein schlichtes Foto der echten Kanzleiräume wirkt stärker.
11. Fallbeschreibungen statt Erfolgsquoten. Zu beschreiben, wie ein Mandat verlaufen ist, informiert und ist berufsrechtlich in aller Regel unbedenklich. Erfolgsstatistiken zu veröffentlichen ist weder das eine noch das andere.
12. Die Pflichtangaben sind vollständig und leicht zu finden. Kammer, Berufsrecht mit Fundstelle, Berufshaftpflichtversicherer. Über die Pflicht hinaus zeigt das, dass die Kanzlei ihre Pflichten ernst nimmt.
Sprache
13. Fachbegriffe werden beim ersten Vorkommen erklärt. Der Mandant weiß nicht, was eine Kündigungsschutzklage verfahrensrechtlich ist. Kanzleien, die erklären, ranken besser und gewinnen mehr Mandate, weil Erklärungen genau die Fragen beantworten, nach denen Menschen suchen.
14. Die Kosten werden angesprochen statt verschwiegen. Wenige Kanzleien können feste Preise nennen, aber jede kann erklären, wie abgerechnet wird und was ein Erstgespräch kostet. Schweigen zu den Kosten ist ein häufiger Grund, eine Anfrage abzubrechen.
15. Die Sätze sind kurz. Juristische Schreibgewohnheiten tragen auf einer Website nicht. Der Leser steht unter Druck und überfliegt.
So nutzen Sie die Liste
Öffnen Sie Ihre eigene Seite auf dem Telefon und gehen Sie die Liste durch. Die meisten Kanzleien landen irgendwo zwischen sechs und neun Punkten. Die Lücken liegen meist an denselben drei Stellen, nämlich bei fehlenden eigenen Rechtsgebietsseiten, bei keiner genannten Frist und bei keinem Wort zu den Kosten.
Diese drei zu beheben bringt mehr als ein Redesign.
Wenn Sie bei null anfangen
Die zehn besten Kanzlei-Website-Vorlagen sind mit Preisen verglichen, und was eine Kanzlei-Website kostet steht mit allen Zahlen im eigenen Artikel. Jedes Kanzlei Website Template im Marktplatz bringt diese Muster bereits mit, einschließlich eigener Rechtsgebietsseiten und Profile.
Häufige Fragen
Weil ein Bildschirmfoto innerhalb von Monaten altert und nichts darüber sagt, warum etwas funktioniert. Ein Muster, das Sie an Ihrer eigenen Seite prüfen können, nützt jahrelang. Jeder Punkt unten lässt sich in unter einer Minute prüfen.
Eine eigene Seite je Rechtsgebiet. Alles andere ist Feinschliff. Ohne sie konkurriert die Kanzlei um nichts Bestimmtes, und Suchmaschinen haben nichts, das sie ranken können.
Für das meiste davon. Ein Einzelanwalt mit zwei Schwerpunkten braucht zwei Rechtsgebietsseiten, ein Profil und eine erreichbare Rufnummer. Die Muster lassen sich leichter verkleinern als vergrößern.
Die Rechtsgebietsseiten etwa einmal im Jahr, damit die Rechtslage aktuell bleibt. Die Profile, sobald jemand dazukommt oder eine Qualifikation erwirbt. Alles andere kann jahrelang stehen bleiben, ohne zu schaden.
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