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Die 10 besten Kanzlei-Website-Vorlagen 2026

Mandanten suchen selten in Ruhe. Sie suchen unter Druck, oft nachts, meistens am Telefon. Wir haben zehn Vorlagen daraufhin geprüft, ob sie eine Kanzlei so zeigen, dass daraus ein Anruf wird.

4 Minuten Lesezeit

VorlagePreisPlattformFür wen
Nordhelm (unser Template)89 € einmaligAstro, eigener CodeKanzleien mit klaren Dezernaten
Kanzleisoftware mit Websiteab 40 € im MonatAnbieter-SystemKanzleien, die alles bündeln wollen
Squarespace Anwaltsvorlagenab 16 € im MonatSquarespaceEinzelanwälte ohne Technikwunsch
Wix Kanzleivorlagenab 11 € im MonatWixSchnellstart mit Kontaktformular
Webflow Legal-Vorlagenab 79 € plus HostingWebflowKanzleien mit Agentur an der Seite
ThemeForest Law-Themes40 bis 80 € einmaligWordPressWer WordPress bereits betreibt
Anwalt.de Kanzleiseitenab 60 € im MonatAnwalt.deWer Portal und Website bündeln will
Jurato Kanzleipaketeauf AnfrageAnbieter-SystemKanzleien ohne eigene Ressourcen
Agenturbau individuell4.000 bis 15.000 €freiGroße Einheiten mit Budget
Eigenbau mit KI0 € plus ZeitfreiTechnikaffine mit klarer Vorstellung

Eine Kanzlei-Website hat eine andere Aufgabe als die meisten Unternehmensseiten. Sie muss nicht überzeugen, dass jemand ein Problem hat. Das weiß der Besucher bereits, und oft weiß er es seit gestern Nacht. Sie muss zeigen, dass genau diese Kanzlei genau dieses Problem löst, und den Weg zum Kontakt so kurz wie möglich machen.

Wir haben zehn Wege verglichen, wie eine Kanzlei zu ihrer Website kommt.

Worauf wir geachtet haben

  • Dezernatsstruktur. Bekommt jedes Rechtsgebiet eine eigene, indexierbare Seite? Ohne das rankt eine Kanzlei für kein einziges Thema.
  • Erreichbarkeit. Ist die Rufnummer auf dem Telefon mit einem Daumendruck erreichbar? Gibt es einen sichtbaren Weg für dringende Fälle?
  • Vertrauen. Platz für echte Anwaltsprofile mit Foto, Werdegang und Schwerpunkten, statt Bildagentur-Fotos von Waagen und Paragrafenzeichen.
  • Pflichtangaben. Struktur für Impressum, Datenschutz und berufsrechtliche Angaben. Die Texte kommen von der Kanzlei, das Gerüst sollte stehen.

1. Nordhelm, unser eigenes Template

Unser eigenes Produkt, deshalb zuerst genannt. Urteilen Sie selbst.

Nordhelm ist für Kanzleien mit klar getrennten Dezernaten gebaut. Neunzehn fertige Seiten, von der Startseite über acht Rechtsgebiete bis zu fünf Anwaltsprofilen, dazu ein Notfall-System für Straf- und Migrationsrecht.

Stark: Jedes Rechtsgebiet hat seine eigene Seite, die Profile sind vollständig angelegt, die Notfall-Erreichbarkeit ist eingebaut. Der Code gehört der Kanzlei, das Hosting ist frei wählbar. Kein Abo.

Schwach: Der Umbau läuft über ein KI-Werkzeug im Terminal. Wer das gar nicht möchte, nimmt einen Baukasten oder lässt bauen.

Für wen: Kanzleien mit mehreren Rechtsgebieten und mehreren Berufsträgern.

Nordhelm ansehen

2. Kanzleisoftware mit eingebauter Website

Anbieter wie Advoware, RA-MICRO oder Actaport bringen zunehmend Website-Bausteine mit, die an die Aktenverwaltung andocken.

Stark: Ein System für Akten, Fristen und Außendarstellung, oft mit Mandantenportal.

Schwach: Die Website ist der schwächste Teil eines Pakets, das für anderes gekauft wurde. Gestalterisch bleibt wenig Spielraum, und die Bindung an den Anbieter wird enger.

Für wen: Kanzleien, die ohnehin die Software wechseln und alles aus einer Hand wollen.

3. Squarespace Anwaltsvorlagen

Bequem, verlässlich, gestalterisch solide. Squarespace ist der Weg für Einzelanwälte, die eine ordentliche Visitenkarte im Netz brauchen.

Stark: Schnell aufgesetzt, gute Typografie, alles aus einer Hand.

Schwach: Ab 16 Euro im Monat, dauerhaft. Für viele Rechtsgebiete wird die Struktur schnell unhandlich, und die Pflichtseiten muss man ohnehin selbst anlegen.

Für wen: Einzelanwälte mit ein bis zwei Schwerpunkten.

4. Wix Kanzleivorlagen

Der schnellste Weg zu einer sichtbaren Seite, mit vielen Vorlagen im Rechtsbereich.

Stark: Günstiger Einstieg, Kontaktformulare und Terminbuchung ohne Zusatzarbeit.

Schwach: Schwerer Seitenaufbau mit spürbaren Ladezeiten. Ein Vorlagenwechsel nach dem Start ist nicht vorgesehen.

Für wen: Neu gegründete Kanzleien, die zuerst überhaupt sichtbar sein wollen.

Sehr flexibel, sehr sauber, aber mit Lernkurve.

Stark: Beliebige Strukturen, gutes Redaktionssystem für viele Rechtsgebiete.

Schwach: Vorlage plus laufendes Hosting, und ohne Vorkenntnisse oder Agentur ist der Einstieg steil.

Für wen: Kanzleien, die eine Agentur an der Seite haben.

6. ThemeForest Law-Themes für WordPress

Hunderte Vorlagen zwischen 40 und 80 Euro, viele davon speziell für Kanzleien.

Stark: Große Auswahl, einmaliger Kaufpreis, jeder Dienstleister kann WordPress.

Schwach: Die Vorschau entspricht selten dem Ergebnis nach der Installation. Erweiterungen und Sicherheitsaktualisierungen bleiben dauerhaft Ihre Aufgabe, und genau daran scheitern viele Kanzleiseiten nach zwei Jahren.

Für wen: Kanzleien mit eigener IT-Betreuung.

7. Anwalt.de Kanzleiseiten

Portal und Website in einem. Die Sichtbarkeit kommt teilweise über das Portal.

Stark: Mandantenanfragen über das Portal, kein technischer Aufwand.

Schwach: Ab 60 Euro im Monat, und die Website bleibt Teil eines fremden Systems. Die Sichtbarkeit gehört dem Portal, nicht der Kanzlei.

Für wen: Kanzleien, die Mandantenzulauf einkaufen wollen.

8. Jurato und ähnliche Kanzleipakete

Komplettangebote speziell für Kanzleien, meist mit Betreuung.

Stark: Wenig eigener Aufwand, branchenkundige Ansprechpartner.

Schwach: Preise auf Anfrage, Bindung an den Anbieter, wenig gestalterischer Spielraum.

Für wen: Kanzleien ohne eigene Ressourcen, die abgeben wollen.

9. Individueller Agenturbau

Der klassische Weg: Konzept, Design, Umsetzung, alles maßgeschneidert.

Stark: Genau auf die Kanzlei zugeschnitten, professionelle Texte und Fotos inklusive.

Schwach: 4.000 bis 15.000 Euro und sechs bis acht Wochen. Jede spätere Änderung läuft wieder über die Agentur.

Für wen: Größere Einheiten mit Budget und dem Wunsch, sich nicht zu kümmern.

10. Eigenbau mit KI

Eine KI bauen lassen, ohne Vorlage.

Stark: Kostet nur Zeit, maximale Freiheit.

Schwach: Ohne Vorgabe entsteht eine beliebige Website. Gerade im Rechtsbereich fehlen dann Dezernatsstruktur, Pflichtangaben und die Erreichbarkeit, auf die es ankommt.

Für wen: Technikaffine Berufsträger mit Zeit.

Die drei Wege im Klartext

Mieten: Baukasten oder Portal. Bequem, monatlich, und die Website bleibt im System des Anbieters.

Bauen lassen: Agentur. Am wenigsten eigener Aufwand, der höchste Preis, und jede Änderung kostet erneut.

Besitzen: Ein fertiges Paket mit eigenem Code. Einmal zahlen, überall hosten, später selbst ändern. Der Preis dafür ist ein einmaliger Blick ins Terminal.

Für die meisten Kanzleien ist die entscheidende Frage nicht der Preis, sondern wer in drei Jahren eine Telefonnummer ändern kann, ohne einen Dienstleister zu beauftragen.

Alle Kanzlei Website Templates stehen im Marktplatz, und wer die Zahlen nebeneinander sehen will, findet sie im Vergleich der drei Wege.

Häufige Fragen

Ein vollständiges Impressum nach Paragraf 5 Digitale-Dienste-Gesetz mit Berufsbezeichnung, zuständiger Kammer, berufsrechtlichen Regelungen und Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, dazu eine Datenschutzerklärung. Für Fachanwaltsbezeichnungen gelten die Vorgaben der Fachanwaltsordnung. Diesen Teil sollte immer die Kanzlei selbst prüfen, kein Anbieter nimmt das ab.

Ein Template liegt bei 89 bis 100 Euro einmalig, ein Baukasten bei 130 bis 200 Euro pro Jahr, eine Agentur zwischen 4.000 und 15.000 Euro. Der größere Kostenblock ist meistens nicht die Technik, sondern die Zeit für Texte und Fotos.

Ja, und zwar aus zwei Gründen. Mandanten suchen nach ihrem Problem, nicht nach Ihrer Kanzlei, und Google kann nur ranken, was eine eigene Adresse hat. Eine Sammelseite mit acht Stichpunkten rankt für keines der acht Themen.

Sie ist der Normalfall. Wer nachts einen Strafverteidiger sucht, tut das am Telefon. Wenn die Rufnummer dort nicht mit einem Daumendruck erreichbar ist, ruft die Person die nächste Kanzlei an.

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