Agentur-Website erstellen, Struktur, Inhalte, Beispiele
Agenturen haben ein besonderes Problem, denn ihre Website ist gleichzeitig Arbeitsprobe und Verkaufsgespräch. Dieser Leitfaden zeigt, wie beides zusammengeht, ohne dass die Seite zur Selbstdarstellung wird.
Die Website einer Agentur muss zwei Dinge gleichzeitig: zeigen, was die Agentur kann, und erklären, was sie anbietet. Viele Agenturseiten lösen nur das erste. Sie sehen hervorragend aus und lassen den Besucher nach zwei Minuten mit der Frage zurück, was hier eigentlich verkauft wird.
Dieser Leitfaden geht den Aufbau durch, der beides zusammenbringt.
Die Kernfrage vorab
Bevor eine Seite entsteht, klär eine Sache: Für welche Anfrage soll diese Website sorgen?
Agenturen, die alles anbieten, bekommen Anfragen für alles, meistens für das Falsche. Agenturen mit einem klaren Schwerpunkt bekommen weniger Anfragen und mehr passende. Der Schwerpunkt darf breit sein, aber er muss in einem Satz sagbar sein.
Die Seitenstruktur
Für die meisten Agenturen reichen acht bis zehn Seiten:
- Startseite. Was ihr macht, für wen, ein Beleg, ein klarer nächster Schritt.
- Eine Seite je Leistung. Nicht eine Leistungsseite mit Abschnitten. Wer Markenentwicklung sucht, soll nicht an Performance-Marketing vorbeiscrollen, und Google kann nur bewerten, was eine eigene Adresse hat.
- Fallstudien, je eine Seite. Das wichtigste Format einer Agenturseite.
- Über uns. Die Menschen, die Arbeitsweise, warum es euch gibt.
- Kontakt. Mit einem konkreten Einstieg, nicht nur einem Formular.
- Impressum und Datenschutz.
Was eine gute Fallstudie enthält
Fallstudien sind der Grund, warum jemand anfragt. Der Aufbau, der funktioniert:
Die Ausgangslage. Was war das Problem, in einem Satz, aus Kundensicht. Nicht “Relaunch der Unternehmenswebsite”, sondern “Der Vertrieb bekam Anfragen von Leuten, die nicht zur Zielgruppe gehörten”.
Die Aufgabe. Was sollte sich ändern.
Das Vorgehen. Hier zeigt ihr, wie ihr denkt. Das ist der Teil, der euch von anderen unterscheidet, und er wird am häufigsten weggelassen.
Das Ergebnis. Mit einer Zahl, wenn es geht. Wenn keine Zahl freigegeben ist, dann eine überprüfbare Beobachtung, etwa dass sich die Art der Anfragen verändert hat.
Ein Zitat des Kunden. Mit Name und Rolle.
Drei solche Fälle wirken stärker als zwanzig Logos in einer Reihe.
Die Preisfrage
Die meisten Agenturen nennen keine Preise. Das kostet mehr, als es schützt.
Ohne Größenordnung führt ihr Erstgespräche mit Interessenten, die ein Zehntel des Budgets haben, und beide Seiten verlieren eine Stunde. Ein Satz reicht: “Projekte starten typischerweise bei 8.000 Euro” oder “Betreuungen ab 2.500 Euro im Monat”.
Wer das schreibt, bekommt weniger Anfragen und mehr passende. Genau das ist das Ziel.
Der häufigste Fehler
Agenturseiten neigen dazu, über die Agentur zu sprechen. “Wir sind ein Kollektiv aus Strategen, Gestaltern und Entwicklern” beschreibt euch, aber löst kein Problem.
Der Test: Streich in deinem Startseitentext jeden Satz, der mit “Wir” beginnt. Was übrig bleibt, ist der Teil, der für den Besucher geschrieben ist. Wenn nichts übrig bleibt, hast du den häufigsten Fehler gefunden.
Die drei Wege zur fertigen Seite
Selbst bauen. Naheliegend, weil ihr es könnt. Der Haken ist bekannt: Das eigene Projekt hat nie Priorität, und viele Agenturseiten stehen jahrelang halbfertig herum.
Intern beauftragen wie ein Kundenprojekt. Mit Briefing, Termin und Verantwortlichem. Das funktioniert, kostet aber echte Kapazität.
Ein fertiges Template als Grundlage. Struktur, Fallstudien-Layout und Leistungsseiten stehen, ihr bringt Inhalte und Gestaltung ein. Das ist der pragmatische Weg für Agenturen, deren Zeit besser in Kundenprojekte fließt.
Nach dem Livegang
Fallstudien nachpflegen. Nach jedem abgeschlossenen Projekt, solange die Zahlen frisch sind. Websites von Agenturen veralten fast immer an dieser Stelle.
Die Leistungsseiten beobachten. Welche bringt Anfragen? Oft zeigt sich, dass eine Leistung, die intern als Nebensache gilt, die meisten Anfragen erzeugt.
Den Schwerpunkt schärfen. Die Website ist der Ort, an dem sich Positionierung zuerst zeigt. Wenn die Anfragen nicht passen, liegt es fast immer an der ersten Zeile.
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Alle Agentur Website Templates stehen im Marktplatz, jedes mit Leistungsseiten und Fallstudien-Struktur. Wer die Wege nach Kosten vergleichen will, findet die Zahlen unter Website erstellen lassen.
Häufige Fragen
Drei gute reichen. Entscheidend ist die Struktur aus Ausgangslage, Vorgehen und einem Ergebnis mit nachvollziehbarer Zahl. Zwanzig Logos ohne Erklärung wirken schwächer als drei Fälle, die zeigen, wie ihr denkt.
Mindestens eine Größenordnung. Ein Satz wie "Projekte starten bei 8.000 Euro" filtert genau die Anfragen weg, die euch ohnehin Zeit kosten. Wer Preise ganz verschweigt, führt Erstgespräche mit Interessenten, die ein Zehntel des Budgets haben.
Nur wenn jemand ihn wirklich betreut. Für Agenturen wirken Fallstudien fast immer stärker als Blogbeiträge, weil sie gleichzeitig Arbeitsprobe und Beleg sind.
Wichtiger als bei den meisten anderen Branchen, weil sie als Arbeitsprobe gelesen wird. Aber gestalterischer Ehrgeiz auf Kosten der Verständlichkeit kostet Anfragen. Wer nach zwei Bildschirmen nicht weiß, was ihr anbietet, klickt weg.
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