Was ein guter Prompt ist #
Ein Prompt ist die Nachricht, die du deiner KI schreibst. Keine Formel, keine Geheimsprache, kein Befehl, den du auswendig können musst. Du schreibst in ganzen Sätzen, so wie du es einem Menschen erklären würdest, der neben dir sitzt und die Arbeit für dich übernimmt.
Der Unterschied zwischen einer Nachricht, die trifft, und einer, die dich enttäuscht, sind vier Zutaten. Wer sie kennt, schreibt ab der ersten Minute bessere Aufträge als die meisten Menschen nach einem halben Jahr Übung.
Das Ziel
Was soll danach anders sein? Nicht „mach die Seite schöner“, sondern „die Überschrift soll kürzer werden“. Ein Ziel, das du prüfen kannst, ist ein gutes Ziel.
Der Kontext
Was muss deine KI über dich wissen, damit sie nicht rät? Dein Gewerbe, deine Stadt, deine Kunden. Zwei Sätze reichen, aber sie müssen gesagt sein.
Die Grenze
Was soll unberührt bleiben? Das ist die Zutat, die Anfänger am häufigsten vergessen und die am meisten Ärger erspart. Eine Grenze macht aus einem Umbau eine Korrektur.
Das gewünschte Ergebnis
In welcher Form willst du die Antwort? Drei Vorschläge zur Auswahl, eine Liste mit Datei und Zeile, ein Vorschlag vor der Umsetzung. Sag es dazu, dann bekommst du es.
Ein schwacher und ein starker Auftrag
Schwach klingt so: „Mach die Startseite besser.“ Der Satz nennt kein Ziel, keinen Kontext, keine Grenze und kein Ergebnis. Deine KI muss vier Dinge raten, und sie rät großzügig. Danach ist die halbe Seite anders und du weißt nicht mehr, was vorher stand.
Stark ist derselbe Wunsch mit den vier Zutaten. Er ist länger, aber du schreibst ihn einmal und sparst dir drei Korrekturrunden.
Kürz die Überschrift auf der Startseite auf höchstens sechs Wörter. Wir sind eine Tischlerei in [deine Stadt] und bauen Einbauschränke nach Maß. Lass den Rest der Seite unangetastet und zeig mir drei Vorschläge zur Auswahl, bevor du etwas änderst.
In jedem Satz dieses Kapitels stehen Platzhalter in eckigen Klammern, etwa [deine Stadt] oder [Firmenname]. Setz dort deine eigene Angabe ein und lösch die Klammern mit. Bleibt eine Klammer stehen, landet sie 1:1 auf deiner Website.
Und noch etwas nimmt Druck: Du musst nicht perfekt formulieren. Eine Nachricht ist der Anfang eines Gesprächs, nicht ein Formular, das du fehlerfrei abgeben musst. Was fehlt, schiebst du in der nächsten Nachricht nach.
Die allererste Nachricht #
Öffne den entpackten Ordner in Claude und schreib die Nachricht unten. Sie tut mit Absicht noch nichts an deiner Website. Sie sorgt dafür, dass deine KI zuerst liest, was in deinem Projekt liegt: die Anleitung CLAUDE.md, den Wissensordner und die sieben Skills. Was darin steht, erklärt das Kapitel Die sieben Skills.
Lies bitte zuerst die Datei CLAUDE.md, den Wissensordner und die Skills in diesem Projekt. Erklär mir danach in fünf Sätzen ohne Fachwörter, was das für eine Website ist, welche Seiten es gibt und was davon erfunden ist. Ändere noch nichts.
Die Antwort ist deine Landkarte. Du siehst, wie viele Seiten es gibt, welche Person darin erfunden ist und was vor dem Livegang ersetzt werden muss. Ab jetzt kennt deine KI das Projekt und rät nicht mehr.
Der häufigste Anfängerfehler ist, mit einem Änderungswunsch zu starten. Eine KI, die dein Projekt noch nicht gelesen hat, baut dann etwas Plausibles am System vorbei. Der Satz „Ändere noch nichts“ am Ende einer Nachricht kostet dich eine Minute und rettet dir den Nachmittag. Er gehört an jede Nachricht, bei der du zuerst verstehen willst.
Danach bringst du die Website auf deinem Rechner zum Laufen, damit du jede Änderung sofort siehst. Fast alle Templates sind Projekte mit einem Ordner src und brauchen zwei Befehle im Terminal. Bei den wenigen anderen liegt eine fertige index.html im Hauptordner, die du einfach im Browser öffnest. Der ganze erste Tag steht im Kapitel Erste Schritte.
- npm install · einmalig, holt die Bausteine
- npm run dev · startet die Vorschau
- localhost:4321 · diese Adresse öffnest du im Browser
Bring die Website auf meinem Rechner zum Laufen. Ich habe [Windows oder Mac] und noch nie ein Terminal benutzt. Sag mir Schritt für Schritt, was ich wo eingeben soll, und warte nach jedem Schritt auf meine Rückmeldung.
Runde 1: Wer du bist #
Der Umbau läuft als Gespräch in vier Runden. Deine KI stellt eine Frage nach der anderen und baut nach jeder Runde etwas ein, das du ansehen kannst. Du musst das Gespräch nicht führen können, du musst nur wissen, was du mitbringst. Genau das steht in den nächsten vier Abschnitten.
Runde 1 ist die Runde mit der größten Wirkung. Aus deinem Namen, deinem Ort und einem Satz über dein Angebot entstehen Logo, Seitentitel, Kopf, Startseite und der Fuß jeder Seite. Fang hier an, auch wenn noch nicht alles andere feststeht.
Willst du dir all das schon vor dem ersten Prompt zurechtlegen: Das kostenlose Website-DNA-Quiz stellt dir genau diese vier Runden als Fragen und liefert danach eine Datei, die du deiner KI einfach gibst.
Wir fangen mit Runde 1 an. Ich heiße [dein Name] und führe [Firmenname] in [deine Stadt]. Wir machen [dein Angebot in einem Satz]. Bau das ein, ersetz die erfundene Person der Vorlage überall und zeig mir danach die Startseite.
Die zweite Angabe dieser Runde ist wertvoller als der Name: für wen du da bist. Eine Website, die alle ansprechen will, spricht niemanden an. Sag deiner KI, wer bei dir landet und mit welchem Anlass, dann bekommt die Startseite eine Überschrift, in der sich genau diese Menschen wiedererkennen.
Meine Kunden sind [wer sie sind], sie kommen zu mir, wenn [Anlass], und ihre größte Sorge dabei ist [Sorge]. Schreib die Überschrift und den Einleitungssatz der Startseite so, dass genau diese Menschen sich wiedererkennen. Drei Vorschläge, jede Überschrift höchstens acht Wörter.
Antworte so, wie du es einem Kunden am Telefon erzählen würdest, ruhig ausführlich. Aus deinen eigenen Worten entstehen bessere Texte als aus einer Stichwortliste, weil deine Sätze deinen Ton schon enthalten. Das Formulieren übernimmt danach deine KI.
Runde 2: Harte Daten #
Hier gibt es nichts zu formulieren, nur zu übertragen. Name mit Rechtsform, Anschrift, Telefon, E-Mail, Erreichbarkeit und deine geplante Domain. Diese Angaben tauchen an mehr Stellen auf, als du siehst, deshalb gibst du sie in einer Nachricht am Stück.
Hier sind meine harten Daten. Firma [Name mit Rechtsform], Anschrift [Straße, PLZ, Ort], Telefon [Nummer], E-Mail [Adresse], erreichbar [Zeiten], Domain [Adresse]. Trag sie überall ein, auch im Fuß jeder Seite, auf der Kontaktseite und in den maschinenlesbaren Angaben für Suchmaschinen. Was ich nicht genannt habe, erfindest du nicht, sondern schreibst es auf eine Liste offener Punkte.
Der letzte Satz ist der wichtigste. Er macht aus einer Lücke eine Notiz statt einer erfundenen Telefonnummer. Was dir heute noch fehlt, trägst du später in einer einzigen Nachricht nach.
Nach diesen Angaben liegt der Gedanke nahe, gleich das Impressum erzeugen zu lassen. Das passiert nicht, und zwar mit Absicht: Es wäre Rechtsberatung. Beide Seiten liegen als leere Platzhalter bereit und nehmen deinen eigenen, geprüften Text auf. Wie du an diesen Text kommst, steht im Kapitel Impressum und Datenschutz.
Runde 3: Dein Angebot #
Das ist die längste Runde und die, die über deine Anfragen entscheidet. Hier steht, was ein Besucher bei dir bekommt, wie es abläuft und was es kostet. Nimm dir Zeit dafür und schreib zu jeder Leistung zwei Sätze in eigenen Worten. Deine KI kürzt und glättet danach, aber sie kann nichts glätten, was du nicht erzählt hast.
Ich biete [Anzahl] Leistungen an. Erstens [Titel]: [zwei Sätze dazu]. Zweitens [Titel]: [zwei Sätze dazu]. Drittens [Titel]: [zwei Sätze dazu]. Meine Preise funktionieren so: [Preislogik]. Ersetz die Leistungen der Vorlage vollständig durch meine und denk an Zahlwörter wie „acht Leistungen“, die im Fließtext und im Fuß stehen können.
Preise gehören auf die Website, auch wenn sie sich nur als Rahmen nennen lassen. Ein offener Einstiegspreis filtert Anfragen, bevor sie dich Zeit kosten, und er wirkt sicherer als jede Formulierung, die um die Zahl herumredet.
Sag auch, was du nicht machst
Der am meisten unterschätzte Absatz einer Website. Wer klar sagt, wofür er nicht zuständig ist, bekommt weniger unpassende Anfragen und wirkt dabei souveräner, nicht kleiner. Zwei bis drei Sätze reichen, freundlich formuliert.
Diese Dinge mache ich nicht: [Liste]. Dafür empfehle ich meinen Kunden [Alternative]. Schreib daraus eine kurze Stelle auf der Leistungsseite, höchstens drei Sätze, freundlich und ohne Abwertung. Nimm außerdem die Leistung [Name aus der Vorlage] komplett von der Website, samt Links darauf.
Runde 4: Menschen und Bilder #
In der letzten Runde geht es um alles, was Vertrauen trägt: dein Gesicht, echte Stimmen, belegbare Zahlen. Die Regel dafür ist einfach. Was du hast, kommt hinein. Was du nicht hast, fliegt heraus.
Ich habe ein eigenes Foto von mir unter [Pfad oder Dateiname] und zwei echte Kundenstimmen mit schriftlicher Freigabe. Erstens [Zitat] von [Name, Firma]. Zweitens [Zitat] von [Name, Firma]. Tausch das Portrait der Vorlage aus, trag die Stimmen ein und sag mir danach, an welchen weiteren Stellen das alte Bild noch verwendet wurde.
Wenn du am Anfang stehst, hast du weder Stimmen noch Projektzahlen. Das ist normal und kein Nachteil, solange du die Stellen leerst statt sie zu füllen. Eine Website ohne Kundenstimmen wirkt neu. Eine mit erfundenen wirkt unehrlich, sobald jemand nachfragt.
Ich habe noch keine Kundenstimmen, keine Projektzahlen und keine Fallbeispiele. Nimm diese Sektionen komplett heraus, statt Platzhalter stehen zu lassen, und schließ die Lücken im Layout sauber. Schlag mir danach vor, womit ich diese Stellen ersetzen kann, ohne etwas zu behaupten.
Die Portraits in deinem Template zeigen Menschen, die nie zugestimmt haben, für dich zu werben. Jedes Bild mit einem erkennbaren Gesicht wird durch ein eigenes ersetzt oder die Stelle fällt weg. Motive ohne Personen dürfen bleiben. Ausführlich steht das im Kapitel Texte und Inhalte.
Der Ton deiner Website #
Jedes Template bringt einen festgelegten Ton mit, der als Regel im Wissensordner liegt. Deine KI liest ihn vor jeder Textrunde. Passt er nicht zu dir, änderst du die Regel und nicht die einzelnen Sätze, sonst bekommst du eine Website in zwei Stimmen.
Beim Beschreiben eines Tons versagen Adjektive. „Professionell und modern“ ist ein Wunsch, aus dem jeder etwas anderes macht. Was zuverlässig wirkt, sind Beispiele: ein Satz, den du gut findest, und einer, den du nie sagen würdest.
So will ich klingen. Diesen Satz finde ich gut: [Satz]. Diesen würde ich nie sagen: [Satz]. Meine Kunden spreche ich mit [Du oder Sie] an. Trag das als Regel in die Tonalitäts-Datei im Wissensordner ein, zeig mir die neue Fassung und schreib danach nur die Startseite darauf um.
- Beispiel schlägt Adjektiv. Zwei Sätze im richtigen Ton tragen weiter als jede Beschreibung. Nimm Sätze, die du wirklich schon gesagt hast.
- Die Anrede gehört in dieselbe Nachricht. Du oder Sie berührt jeden Satz der Website, auch Knöpfe, Formulare und Fehlermeldungen. Halbe Umstellungen fallen sofort auf.
- Erst eine Seite, dann alle. Lass die neue Regel zuerst auf die Startseite wirken. Gefällt dir das Ergebnis, gibst du den Rest frei. Gefällt es dir nicht, hast du eine Seite verloren statt zwölf.
Seiten ändern, ergänzen, entfernen #
Ab hier bist du im Alltag. Meist geht es um eine Seite, die noch nicht sitzt, um eine, die fehlt, oder um eine, die weg soll. Für alle drei Fälle gilt dieselbe Grundregel, und sie ist die wichtigste dieses Kapitels.
Fünf Wünsche in einer Nachricht ergeben fünf halbe Ergebnisse, und wenn eines davon danebengeht, weißt du nicht, welches. Schreib einen Wunsch, sieh in der Vorschau nach, schreib den nächsten. Das fühlt sich langsamer an und ist am Ende des Tages deutlich schneller.
Leg eine neue Unterseite für [Thema] an. Nimm den Aufbau einer vorhandenen Seite als Vorlage, trag sie in die Navigation, in den Fuß und in die Übersichtsdatei für Suchmaschinen ein und gib ihr einen eigenen Titel samt Beschreibung. Sag mir vorher in drei Sätzen, was du anlegst, und warte auf mein Ja.
Beim Entfernen ist nicht die Seite das Problem, sondern alles, was noch auf sie zeigt: das Menü, der Fuß, Links mitten im Text. Deshalb kommt hier zuerst die Suche und dann das Löschen.
Ich nehme die Seite [Adresse] von der Website. Such zuerst im ganzen Projekt jeden Verweis darauf und zeig mir die Liste, ohne etwas zu löschen. Danach entfernst du die Seite samt ihrer Einträge in Navigation, Fuß und Übersichtsdatei und richtest eine Weiterleitung auf [Zieladresse] ein.
Wann sich eine eigene Seite überhaupt lohnt, welche vier Stellen danach nachgezogen werden und wie Blogbeiträge entstehen, steht ausführlich im Kapitel Texte und Inhalte.
Das Design anfassen #
Farben, Schriftgrößen und Abstände liegen an einer zentralen Stelle, aus der sich die ganze Website bedient. Für dich heißt das: Du beschreibst die Wirkung, deine KI ändert den zentralen Wert, und die Website zieht überall nach. Was dahintersteckt, erklärt das Kapitel Design anpassen.
Die Akzentfarbe soll ein [Farbe in Worten, etwa warmes Waldgrün] werden. Ändere sie an der zentralen Stelle, zieh hellen Modus, dunklen Modus, das Favicon und den Styleguide mit und prüf danach die Kontraste in beiden Modi. Zeig mir zuerst zwei Farbvorschläge zur Auswahl.
Du brauchst keinen Farbcode. Eine Beschreibung in Worten reicht, und sie führt oft zu einem besseren Ergebnis, weil deine KI die passende Abstufung für hellen und dunklen Modus selbst wählt. Hast du eine Hausfarbe aus deinem Logo, nenn sie mit ihrem Code, dann wird sie exakt übernommen.
Die Fließtexte sind mir zu klein zum Lesen. Erhöh die Grundschriftgröße um eine Stufe an der zentralen Stelle, damit alle Seiten mitziehen, und führ keine zweite Schriftfamilie ein. Zeig mir danach die Startseite bei 390 und bei 1440 Pixeln.
Wenn dir eine Farbe nur an einer Stelle nicht gefällt, ist die Reparatur trotzdem zentral. „Mach diese eine Überschrift dunkler“ ist der erste Schritt zu einer fleckigen Website, auf der später niemand mehr weiß, warum welcher Wert wo steht. Der Satz, der hilft, lautet „Ändere das an der zentralen Stelle, nicht hier“.
Für die Suche vorbereiten #
Jede Seite braucht einen eigenen Titel und eine eigene Beschreibung. Das ist der Text, den Menschen bei Google sehen, bevor sie deine Website je gesehen haben. Deine KI kann beides für alle Seiten auf einmal setzen, sie braucht dafür nur dein Angebot und deinen Ort.
Setz für jede Seite einen eigenen Titel und eine eigene Beschreibung. Wir sind [dein Angebot] in [deine Stadt]. Titel höchstens 60 Zeichen, Beschreibungen zwischen 120 und 155 Zeichen, aktiv formuliert und mit dem nächsten Schritt am Ende. Zeig mir die komplette Liste, bevor du sie einträgst.
- Ein Thema pro Seite. Zwei Seiten zum selben Thema stehen sich gegenseitig im Weg, und keine von beiden gewinnt.
- Deine Stadt gehört dazu, wenn du Kunden in der Region hast. Sie steht im Titel, in der Überschrift und in den maschinenlesbaren Angaben, überall in derselben Schreibweise.
- Die Fragen deiner Kunden sind deine besten Artikel. Was dir am Telefon ständig gestellt wird, tippen andere in die Suche. Diese Antworten kennst du auswendig.
Wie du deine Suchbegriffe findest, interne Links setzt und in lokalen Ergebnissen auftauchst, steht im Kapitel SEO und Sichtbarkeit.
Vor dem Livegang prüfen #
Bevor deine Website auf deine Domain kommt, gibt es genau eine Nachricht, die du nicht auslassen solltest. Sie beweist, dass von der erfundenen Person, den erfundenen Zahlen und den erfundenen Stimmen nichts mehr übrig ist, und sie findet die kleinen Fehler gleich mit.
Wir gehen bald live. Such das ganze Projekt nach Resten der Beispiel-Identität ab: erfundene Namen, Firmennamen, Telefonnummern, Adressen, Beispiel-Domains, Zahlen und Kundenstimmen. Prüf zusätzlich kaputte Links, fehlende Bildbeschreibungen, schwache Kontraste, fehlende Seitentitel und seitlichen Überlauf auf schmalen Bildschirmen. Gib mir eine Liste mit Datei und Zeile, nach Dringlichkeit sortiert.
Arbeite die Liste ab, bis sie leer ist, und lass den Satz danach ein zweites Mal laufen. Der komplette Weg auf deine eigene Adresse mit Hosting, Domain und Sicherheitsschloss steht im Kapitel Live gehen.
Wenn die KI danebengreift #
Das passiert jedem, und es ist kein Grund, von vorn anzufangen. Fast immer lag es daran, dass dein Auftrag mehr Spielraum ließ als gedacht. Drei Handgriffe lösen die meisten Fälle.
Nachsteuern statt neu anfangen
Sag im selben Gespräch, was nicht stimmt und wie es stattdessen sein soll. Deine KI kennt den Zusammenhang noch. Ein neues Gespräch verliert ihn.
Zurückrollen
Die letzte Änderung lässt sich gezielt zurücknehmen. Das ist der ruhigste Weg zurück, wenn eine Seite plötzlich anders aussieht als gedacht.
Kleiner werden
Wenn zweimal etwas danebengeht, ist der Auftrag zu groß. Teil ihn in die kleinste sinnvolle Einheit und nimm die nächste erst danach in Angriff.
Nimm die letzte Änderung an [Datei oder Bereich] zurück und lass alles andere, wie es ist. Sag mir danach in zwei Sätzen, was jetzt wieder anders aussieht.
Das war zu viel auf einmal. Wir machen jetzt nur noch [eine Sache]. Fass ausschließlich [Datei oder Sektion] an, alles andere bleibt unberührt. Zeig mir das Ergebnis, bevor du weitergehst.
Bevor du einen Farbwechsel, einen kompletten Textdurchgang oder das Entfernen mehrerer Seiten anstößt, sicherst du deinen Projektordner. Dann ist der Rückweg immer eine Frage von Sekunden, egal wie das Ergebnis ausfällt. Deine KI legt die Kopie für dich an.
Bevor wir den großen Umbau starten: Leg eine vollständige Sicherungskopie meines Projektordners an, mit dem heutigen Datum im Namen, und sag mir, wo sie liegt und wie ich sie zurückspiele.
Wird ein Gespräch sehr lang, werden die Antworten ungenauer. Dann lässt du dir den Stand in wenigen Sätzen zusammenfassen und beginnst ein neues. Dein Projekt bleibt, wie es ist, und die Anleitung samt Skills liegt weiterhin darin. Welcher Skill wofür zuständig ist und wie du ihn beim Namen nennst, steht im Kapitel Die sieben Skills.
Die zehn Sätze, die du immer brauchst #
Diese zehn Sätze gehören in keinen bestimmten Schritt, sondern in jeden. Wer sie im Kopf hat, kommt mit jeder Aufgabe zurecht, die in diesem Kapitel nicht steht. Setz auch hier in den eckigen Klammern deine eigenen Angaben ein.
| Das willst du | Das schreibst du |
|---|---|
| Erst verstehen | Lies dir dazu die betroffenen Dateien durch und sag mir, was du vorhast. Ändere noch nichts. |
| Eine Stelle finden | Wo steht [Angabe]? Nenn mir Datei und Zeile und sag mir, ob sie noch an anderer Stelle vorkommt. |
| Eine Grenze ziehen | Ändere ausschließlich [Sektion oder Datei]. Alles andere bleibt unberührt. |
| Auswählen statt hinnehmen | Zeig mir drei Varianten mit je einem Satz Begründung, bevor du dich festlegst. |
| Den Unterschied sehen | Zeig mir alt und neu nebeneinander, bevor du es einträgst. |
| Es verstehen wollen | Erklär mir das ohne Fachwörter, so als hätte ich noch nie eine Website gebaut. |
| Zurück zum letzten Stand | Nimm die letzte Änderung zurück und lass alles andere, wie es ist. |
| Sicher sein, dass alles hält | Prüf, ob nach der Änderung noch alles stimmt: Bauvorgang, beide Bildschirmbreiten, beide Farbmodi, Fehlerkonsole und interne Links. |
| Nichts erfunden bekommen | Was du nicht von mir hast, erfindest du nicht. Schreib es auf eine Liste offener Punkte und frag mich danach. |
| Den Tag abschließen | Fass zusammen, was wir heute geändert haben und was als Nächstes ansteht. Halt das im Projekt fest. |
Du kennst die Sätze, jetzt geht es an die Inhalte. Wo die Texte deiner Website liegen, wie die vier Runden im Einzelnen ablaufen und was mit Belegen passiert, die dir nicht gehören, steht im Kapitel Texte und Inhalte.